Mai 28

Mit etwas Verspätung kommt nun erst der Bericht vom 3. Tag des WGT:

Frühstück ist wegen Überfüllung des Frühstücksraumes erst mal ausgefallen. Außerdem war länger Schlafen angesagt. Gesagt, tun, getan. Dann natürlich erst mal direkt in die City gefahren. Mit welchem Verkehrsmittel? Natürlich mit der Linie 3 der Bimmelbahn. Yeah, Linie 13 rockt total.

Frühstück im Café Stein. Dieses mal hat es auch fast mit der Bedienung geklappt. Mein Bier ist gekommen, der Kaffee für die Frau nicht. Auf jeden Fall eine 100%-ige Steigerung gegenüber dem Vortag. Lustiges Erlebnis hatten wir trotzdem hier. Es kam auf einmal ein nacktes Mädel um die Ecke gehüpft. Fotobeweis anbei.

Nach diesem für mich zumindest angenehmen Schock sind wir dann ins Heidnische Dorf gezogen um etwas zu chillen. War aufgrund des relativ guten Wetters ziemlich voll dort. Zum Glück habe ich mittlerweile den kleinen pubertären Bier-Schwarz-Händler entdeckt, der in der Einfahrt des elterlichen Hauses kistenweise Bier allerlei Sorten verkaufte.Yeah, endlich habe ich den seit 2 Tagen vermissten Odin-Trunk bei dem kleinen Schmierlapp ergattern können. Frau hat wieder eine gepflegte Shisha im Dorf geraucht. War also ein ganz relaxter Tag. Da wir nachts noch auf das Alien Sex Fiend Konzert gehen wollten, haben wir uns entschlossen, noch etwas im Hotel ausruhen zu gehen. Gesagt, tun, getan. Den Hotelschlaf brauche ich nicht weiter zu beschreiben. Nach dem Aufwachen hatte ich auf jeden Fall erst einmal gar keinen Bock, irgend etwas zu machen. Frau hat mich zum Glück genötigt, mich aufzuraffen.

All right. Also zur AGRA gebimmelbahnt. Dort angekommen musste ich mich erst mal mit dem Humor des Bierverkäufers konfrontiert sehen. Haha, du bist aber eine lustige Type. Immer einen tollen Spruch in der dummen Fresse. Egal. Habe es überstanden. Letztendlich an den fotografierenden Rentnern vorbei und die AGRA betreten. Frau hat sich mit diversen Shirts von Alien Sex Fiend eingedeckt.

Irgendwann dann in die Halle rein. Den Arrogantling von Diary Of Dreams, Adrian Hates, haben wir uns zum Glück erspart. Ich kann den einfach nicht ab. Lacrimosa kam auf die Bühne. Eigentlich mögen wir die, aber an dem Abend haben wir nur auf Alien Sex Fiend gewartet. Deshalb waren wir dann auch froh, als die endlich auch die letzte Zugabe durch hatten. Für uns kam dann das eigentliche Highlight des ganzen WGT: Alien Sex Fiend. Die Batcave-Götter. Grandios, was Mr. Fiend immer noch zu leisten vermag. Verwundert war ich, dass obgleich ein neues Album auf dem Markt ist nur alte Titel gespielt wurden. It Lives again, E.S.T, Now I’m feeling zombified, usw. Es war auf jeden Fall ganz großartig, den alten Mann des Batcave nach einigen Jahren wieder zu sehen und seine unglaubliche Präsenz zu spüren.

Naja, irgendwann war auch dieses Konzert zu Ende. Gegen 4:30 Uhr waren wir im Hotel und 6 Stunden später haben wir die Heimfahrt angetretet. Das war dann nicht so schön, aber immerhin hat die Karre dann gezogen.

Fazit für mich: Ich werde alt, aber ich werde ziemlich sicher das 20. WGT 2011 besuchen. Jubiläen sind eigentlich immer besonders gut.

So far so good. See you in 2011. Hoffentlich sind da nich mehr so viele Knicklichtgrufties vor Ort. Die mag ich nämlich überhaupt nicht.
So that was Day 3.


Mai 23

Was für ein Stressiger Tag gestern. Bimmelbahn, Fussmarsch, Bimmelbahn, Fussmarsch,… Meine Füsse sehen aus wie Hackfleisch.

Zunächst für ein 2. Frühstück in die City. Über den Service in den Restaurants und Cafes von Leipzig kann man sich nicht beschweren. Es gibt nämlich keinen (mehr). Jedenfalls ist es uns in 2 Läden (einer davon das Parkhotel) trotz 10-minütiger Wartezeit nicht gelungen, einen Kellner zu Gesicht zu bekommen. Dann haben wir halt auf Kaffee verzichtet und wollten unseren Frust in der Sixtina im Absinth ertränken. Sixtina war brechend voll. Das war wohl nicht unser Tag gestern.

Auf jeden Fall sind wir dann halt ins Heidnische Dorf getingelt. Frau hat sich mit Tee und einer Shisha vergnügt und ich habe meinen Spass mit dem schwarzen Teufelsbier gehabt. Ein paar Bier später dann Fussmarsch zum AGRA-Gelände und eine Runde durch die Verkaufshalle gedreht. Ich bin stark geblieben und habe nix gekauft. Yeah!

Vor der Halle habe ich auch Noctolus entdeckt. Er lebt also immer noch und erzählt seine wirren Geschichten begleitet von brachialem Gitarren-Lärm.

Noctolus lebt also auch noch

AGRA war tierisch langweilig. Also wieder zurück ins Heidnische Dorf.

Noch mal eine Runde gechillt, dann ging es wieder zum Hauptbahnhof. Von dort aus weiter zum Volkspalast, wo Sigillum S, Sixth Comm und Sol Invictus auf uns warteten. Zunächst jedoch haben wir die falsche Bimnelbahn erwischt und sind in die falsche Richtung gefahren. Das ist jetzt aber nicht weiter spannend.

Naja, Sigillum S habe ich nur kurz geschaut. Wichtiger war Sixth Comm. Nach 23 Jahren hat Patrick Leagas die Kolaboration mit Freya Aswynn wieder aufleben lassen und die legendären Stücke des Albums Fruits of Yggdrasil präsentiert. Frau Aswynn wirkte zwar etwas tatterig und hat auch den einen oder anderen Einsatz verpasst, dennoch war es ein beeindruckendes Erlebnis.

Nach Sixth Comm wollte ich dann eigentlich Sol Invictus schauen, aber nach dem Auftritt von Sixth Comm hatte ich da gar keinen Bock mehr drauf.

So haben wir also den Tag 2 an dieser Stelle enden lassen und sind ins Hotel gefahren.

Sixth Comm & Frey Aswynn

Sixth Comm & Frey Aswynn

Sixth Comm


Mai 22

Nachdem wir gestern mit etwas Verspätung um 11 Uhr endlich Richtung Leipzig gefahren sind und uns das iPhone-Navigon erfolgreich um den einen oder anderen Stau gelotst hat, sind wir kurz vor 17 Uhr endlich im Hotel gelandet. An die, denen ich die Ohren vollgejammert habe, dass der hoteleigene Bierautomat nicht mehr da sei, kann ich Entwarnung geben. Der Bierautomat steht lediglich nicht mehr das, wo er früher war. Er wurde um die Ecke gebracht und bietet seine köstlichen Getränke immer noch feil. Werde wohl dem Hotelmanager sagen, dass auf der Hotelhomepage darauf hingewiesen wird, dass der Bierautomat noch da ist.

Lange Rede, kurzer Sinn. Nachdem wir eingecheckt haben, haben wir die Klamotten kurz in die Ecke gefeuert und uns etwas frisch gemacht. Dann ging’smit der Linie 13 der Leipziger Bimmelbahn erst mal zum zentralen Ausgangspunkt des ganzen Geschehens: Der Hauptbahnhof. Dort angekommen, haben wir uns kurz orientiert und haben dann am Ostflügel des Bahnhofs für jeweils 80 Euronen unsere WGT-Tickets, bzw. die schwulen Bändchen erstanden.

Dann sind wir Richtung City losgelaufen und kurz bei Maredo engekehrt um eine Grundlage für den Abend zu schaffen. Gesättigt ging es dann weiter zur Moritz-Bastei. Auf dem dortigen Mittelaltermarkt, treiebn sich immer noch die üblichen Profilneurotiker rum und versuchen authentisch mittelalterlich zu sprechen. War langweilig dort und vor allem war wenig los.

Also mal kurz in das Programm geschaut und kurz diskutiert, ob wir zu Kirlian Camera in die AGRA fahren sollen, oder lieber die alten Herren von Joy of Life im Felsenkeller geniesen sollen. Joy of Life hat gewonnen. Das was die alten Herren abgeliefert haben war sehr respektabel. Tja, und gegen 1 Uhr sind wir wieder mit der Bimmelbahn zurück ins Hotel gefahren. Bevor ich allerdings zu Bette gegangen bin, habe ich noch den freundlichen Bierautomaten besucht und mich an ihm gelabt.

Für Tag 2 stehen bisher folgende Konzerte auf dem Plan: Sixth Comm, Sol Invictus, Sigillum S.

Wie sich Tag 2 letzten Endes gestaltet hat, erfahrt ihr morgen.

Der Ausgangspunkt für die täglichen Streifzüge

Das Fortbewegungsmittel für die nächsten Tage

Mann mit Hund

Acces all areas

Sackpfeifen

Hinten ist der MDR-Turm

Joy of Life

Joy of Life

Hier haben wir Joy of Life gesehen

Nein, ich war da nicht drin.


Apr 2

Die Hotelreservierung ist schon mal bestätigt. Kurzfristig habe ich mich nun doch entschlossen, das WGT gemeinsam mit meiner lieben Gemahlin zu besuchen. Das Line-Up verspricht ein paar nette Kapellen: Alien Sex Fiend, Bollock Brothers, Sol Invictus, Joy of Life, Phallus Dei,…

Die arroganten Pfeifen von Diary of Dreams werde ich selbstverständlich meiden.

Über das ständig wachsende Line-Up könnt ihr Euch unter http://www.wave-gotik-treffen.de/bands.php auf dem Laufenden halten.

Ganz besonderes Schmankerl dürfte auch eine Session vom legendären Kriminalmediziner Dr. Mark Benecke sein.

Schwarzes Leipzig, wir kommen!