Mai 24

Nachdem ich seit etwas mehr als einer Woche auch unter die Gemüsegärtner (immerhin 1 Gurke, 1 Rosmarien, 2 Tomaten, 1 Salbei) gegangen bin, möchte ich hier von der Entwicklung meiner Gurke berichten.

12.05.2010:

The Gurke has landed

Gurke

16.05.2010:

Gurke wächst und hat erste Schäden durch Hagel und Schneckenbefall erlitten. Seit gestern wird zurückgeschossen. Schneckenfallen gekauft und im Boden versenkt. Ausbeute der ersten Nacht: Die Schnecken haben 5 Tote zu beklagen. Ich kämpfe weiter.

Gurke 2

16.05.2010 (abends):

Die Gurke geht nun schlafen und hält den Schneckenangriffen hoffentlich Stand. Aktueller Spielstand:

8:0 für die Gurke. In ca. 6-7 Wochen soll Erntezeit sein. Da muss man sich vor den flinken Schnecken ganz schön in Acht nehmen. Es bleibt also spannend im Leben meiner Gurke. Bleibt dran. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Schlangengurke 3

Gurke 3

17.05.2010:

Die Gurke hat keine weitere Schneckenangriffe zu verzeichnen. Um meine enge Beziehung zur Gurke zu manifestieren, bekommt sie nun einen Namen. Ivan soll sie heißen. Ivan, die schreckliche Gurke.

EDIT: Da die Gurke nun Ivan heißt, werde ich sie ab sofort “Der Gurke” nennen.

18.05.2010

Da der Gurke seit gestern nur wenige Fortschritte gemacht hat, möchte ich heute kurz vom traurigen Schicksal des Gurkennachbars berichten. Die Studentenblume wurde am vergangenen Freitag (der Tag bevor ich gegen die Schnecken aufgerüstet habe) ein Opfer der Nacktschnecken.

Auch wenn sich der Gurke Ivan gegenüber gestern nur wenig entwickelt hat, möchte ich dennoch ein Foto, welches ich heute früh geschossen habe, beifügen.

19.05.2010

Da ist mir heute morgen vor lauter Aufregung, dass ich wieder 2 Schnecken entdeckt habe, nur eine etwas unscharfe Aufnahme gelungen. Den beiden Schnecken habe ich den Weg zur Falle gezeigt und sie darin versenkt. Ivan, dem Gurke geht es den Umständen entsprechend gut. Die beiden schnecken haben sich an benachbarten Pflanzen bedient und Ivan wie es aussieht verschont. Dennoch machte Ivan heute früh einen etwas eingeschüchterten, verängstigten Eindruck auf mich.

Denoch denke ich, das Ivan, der Gurke, die verregnete Nacht insgesamt gefallen hat. Wie es aussieht kündigt sich weiter oben am Pflanzenstengel ein Geschwisterchen von Ivan an. Ist auf diesem Bild noch nicht sichtbar. Ich werde es heute Abend genauer unter die Lupe nehmen.

AUFRUF AN DIE LESER: Für Namensvorschläge wäre ich schon mal dankbar.

Laut Beipackzettel zur Pflanze, sollen es insgesamt bis zu 11 Gurken geben. Von daher werde ich noch einige Namen benötigen.

20.05.2010:

Wie ihr sehr, geht es Ivan dem Gurken sehr gut. Links oben kann man sein Geschwisterchen erkennen. Bisher liegen mir noch keine Namensvorschläge vor, so dass ich mit einer gewissen Traurigkeit vermuten muss, dass Euch Ivans Schicksal und das seiner Geschwister am A…. vorbei geht. Schade finde ich das.

Und jetzt gönnen wir dem Gurke mal ein wenig Ruhe. Nächstes Update wird für den 24.05. angestrebt.

Schlaf gut, kleiner Ivan.

21.05.2010

SCHNECKENALARM!!! Da habe ich doch gleich 2 von den Schweinen auf frischer Tat ertappt! Ganz nach Cowboy-Art habe ich die beiden Parasiten in die Schneckenfalle getrieben. Was für ein Triumph! Fuck off and die, you bloody bastards!

24.05.2010

3 Tage konnte ich nun nicht nach Ivan schauen, da wir verreist waren. Bei der heutigen Heimkehr bin ich dann sofort nach draussen gegangen, um nach Ivan dem Gurke zu schauen. Was hat der Gurke in den 3 Tagen nur gemacht? Er hat dramatisch an Gewicht zugelegt und sein Volumen nahezu verdreifacht. Weiter so Ivan. Groß und stark sollst Du werden.

25.05.2010

Der Gurke Ivan hat wieder an Gewicht zugelegt. Nach dem bisher eher regnerischen Wetter scheint ihm die Sonne gut zu tun. Wie man oben im Bild erkennen kann, hat sich das nächste Geschwisterchen angesagt. Jetzt hat Ivan jemanden zum Spielen.

Auch die Ameisen klettern emsig am Stamm herum. Was die da wollen ist mir bisher fremd geblieben. Ich beobachte weiter.

29.05.2010

Jetzt habe ich dem Gurke Ivan mal ein paar Tage Pause gegönnt. Es ist schön zu sehen, das Ivan weiter an Gewicht zugelegt hat. Liebevoll nenne ich den Gurken mittlerweile “Dickerchen”.
Ivans Schwester Gorki geht es auch gut. Der richtige Wachstumsschub fehlt halt noch. Weitere Geschwister, ich glaube 3 an der Zahl, haben sich angekündigt. Die ersten Ultraschallbilder liegen vor. Sobald sie eine fotogene Grösse erreicht haben, werde ich sie Euch vorstellen. Dennoch bleibt das Hauptaugenmerk auf dem Erstgeborenen Ivan.

Das war es erst mal für heute.

06.06.2010

Heute gibt’s mal wieder etwas Neues von dem Gurke. Ivan hat wieder etwas an Volumen zugelegt. Die restliche Pflanze sollte nun auch mal etwas in die Höhe wachsen, damit Ivan nicht den Boden streift. Ich muss nun auch den Namen nochmals erweitern. Von nun an sollst Du Long Dong Dickerchen Ivan heißen. Der Einfachkeit halber werde ich Dich aber weiterhin nur Ivan nennen.

Was gibt es sonst noch Neues? Ivan hat einen leichten Laus-Befall in den oberen Pflanzengefilden gehabt. Ich denke, dass ich das Problem noch rechtzeitig erkannt und bekämpft habe. Dennoch ist Vorsicht geboten. Läuse, ich beobachte Euch. Ihr saugt meine Gurke nicht aus. Ihr nicht!


Apr 2

Auf die Gefahr hin, von den Nachbarn als Ketzer verbrannt zu werden, werde ich am heutigen Karfreitag ein paar leckere Rinder- und Schweine-Stücke auf meinen Grill hauen. Fisch an Ostern finde ich total überbewertet und keinesfalls zeitgemäß.

Sollen sie doch blöd schauen, die Nachbarn. Ich stehe dazu, auch am Karfreitag Fleisch zu mir zu nehmen. Kann ich ja nix für, was da vor ca 1977 Jahren passiert ist. Mit der Advocard wäre das damals sicher anders ausgegangen.

In diesem Sinne möchte ich dann noch Heinz “Heinzer” Strunk zitieren: “Fleisch ist mein Gemüse”

Vielleicht gibt’s später auch noch ein paar Bilder vom Grill.

Hier die Bilder:

...ja, man kann Chicorée auch leicht angrillen...

Gegrillter Chicorée mit Balsamiko und Olivenöl

Champignons im Speckmantel

Schweinefleisch-Spieße vom ALDI

Weber rockt!

Der kleinste von den Weber Grills


Feb 17

Mein Gott, was habe ich im Vorfeld gelitten, wenn ich an diesen Schweinefuß gedacht habe. Als mein lieber Herr Nachbar mir vor Wochen oder sogar Monaten von einem seiner Lieblingsgerichte berichtet hat, ist mir doch der Schauer über den Rücken gelaufen. SCHWEINEFUSS! Mit Krallen unten noch dran. Bäääääh. So etwas kann man doch nicht essen. Dachte ich zumindest….

Wochen und viele Gespräche über Schweinefuss später, habe ich dann eines Tages zum Herrn Nachbarn gesagt: “Vince, ich bin jetzt bereit für den Schweinefuss. Besorge bitte einen.”

Ein paar Tage später stand Vince dann freudestrahlend vor meiner Haustür und präsentierte mir stolz und als hätte er ihn selbst erlegt, den abgepackten Schweinefuss. Da so ein riskantes Unterfangen gut geplant sein will, vergingen ein paar weitere Tage, bis wir den Schweinefuss endlich zubereitet hatten. Anfangs noch in eine Alupackung eingehüllt köchelte  der Fuss 40 Minuten munter im Wasser vor sich hin.

Da ich mich der italienischen Schweinefuss-Kochkunst nicht komplett aussetzen wollte, habe ich darauf bestanden zum Schweinefuss, neben der traditionellen Beilage Linsen, auch noch ein Sauerkraut vorzubereiten.

Remember: Deutschland => Eisbein => Sauerkraut ;-)

Tja, und dann kam schließlich der Moment, vor dem ich mich mein ganzes Leben gefürchtet hatte: Der Schweinefuss wurde aus seiner Alu-Verpackung geholt. Ich war auf alles gefasst und hielt die Luft an, um den von mir erwarteten Verwesungsgerüche nicht einatmen zu müssen. Aber das Gegenteil erwartete mich. Es duftete köstlich.

Nun lag der Schweinefuss, ab hier nennen wir ihn “Zampone”, vor uns auf dem Teller und wartete darauf angeschnitten zu werden. Die Schweinehaut, die die Füllung aus Gehacktem umgab, liess sich wie Butter schneiden. Jetzt kam der spannende Moment. Ich schnitt ein kleines Stück von meiner Zampone-Portion ab und führte es trotz des leckeren Duftes etwas widerwillig zu meinem Mund. Dort angelangt begann ich zunächst vorsichtig darauf herum zu kauen. Die Kaugeschwindigkeit erhöhte sich jedoch umgehend, weil der Zampone einfach köstlich schmeckt. Dazu die schon erwähnten Linsen und das Sauerkraut. Mmmmmmhhhhh. Lecker.

Der trockene Rote der dazu kredenzt wurde, rundete das ganze ab.

Da der Zampone doch recht fettig ist, gab es anschließen noch 2 Gläschen italienischen Kräuterlikör, um die Magensäfte anzuregen.

Fazit des Abends: Das war sicher nicht mein letzter Zampone.

Frisch auf dem Tisch

Der Anschnitt

Bin ich jetzt eigentlich ein Schweinfuss-Junkie?

Spezieller Dank geht an Silvi für die fantastischen Linsen.

Und natürlich an Vince, den Gott der Schweinefüsse.